Pressemitteilung
26.Mai.2009
Keine
falsche Toleranz für "Ehrenmörder"
Stellungnahme
von HennaMond e.V. zu Strafminderungen für "Ehrenmörder"
"In
einem Interview mit Spiegel-online vom 13.05.09 plädierte
der ehemalige Bundesverfassungsrichter Winfried Hassemer dafür;
bei einem in Deutschland begangenen "Ehrenmord" die
Sozialisation des Täters zu berücksichtigen und diesen
nicht für niedrige Beweggründe zu verurteilen."
Ebenso
wie "terre des femmes" in ihrer Pressemitteilung vom
20.05.2009, widerspricht auch "HennaMond e.V.", den
Äußerungen des ehemaligen Bundesverfassungsrichters
auf´s Schärfste.
"Im
erwähnten Spiegel Interview betont Herr Hassemer, dass
Strafe (
)den Sinn (hat), die fundamentalen Normen, die
im Strafrecht geschützt werden, den Menschen als recht
zu vermitteln. Gleichzeitig tritt Hassemer dafür ein, Täter
zu geringeren Strafen zu verurteilen, wenn sie sich auf ihren
kulturellen Hintergrund berufen."
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Aus
der Statistik der Beratungsarbeit bei HennaMond e.V. geht hervor,
dass von allen Hilfesuchenden die sich von Januar bis Mai 2009 an
die Beratungsstelle wandten, 13 Frauen und drei junge Männer
von Ehrenmord bedroht sind!
Insbesondere den Betroffenen gegenüber sind die Äußerungen
von Herrn Hassemer menschenverachtend.
Seit
Jahren engagiert sich Fatma Sonja Bläser u.a. mit HennaMond
e.V. für die Rechte von betroffenen Mädchen und jungen
Frauen, zunehmend auch für junge Männer und kämpft
dafür ihnen ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen.
Kein kultureller, wie traditioneller Hintergrund der Täter
darf als Rechtfertigung für Mord herangezogen werden.
"Für
mich sollte ein Ehrenmörder sofort aus Deutschland ausgewiesen
werden und sein Recht auf Rückkehr verlieren."
Gülay C.
(von Ehrenmord bedroht)
HennaMond
e.V. ist ein eingetragener mildtätiger Verein mit dem Ziel,
jungen Frauen und jungen Männern, die von häuslicher Gewalt,
psychischer Gewalt und Zwangsverheiratung betroffen sind und/oder
von Ehrenmord bedroht sind, zu helfen.
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