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Ehrenmord

Durch die Medien werden wir immer wieder weltweit mit Ehrenmorden konfrontiert. Menschen bringen einen anderen Menschen um. Die Täter geben an, dass ihre eigene oder die Ehre der Familie im weitesten Sinne verletzt worden sei und sie gezwungen seien, diese wieder herzustellen. Weil sich jemand, meist eine Frau, nicht an traditionellen Normen und Verhaltensregeln gehalten haben, so werden Mädchen und Frauen einfach kaltblütig ermordet, wie Hatun Sürücu aus Berlin, Gönül Karabey aus Wiesbaden und weit über 60 andere junge Mädchen und Frauen, die einfach frei leben wollten.

Von 1996-2006 sind 60 Frauen alleine in Deutschland umgebracht worden. Davon im Jahr 2005, sechs Frauen in Berlin.

Weltweit werden nach einem UN Bericht jährlich 5000 - 6000 Mädchen und Frauen im Namen der Ehre in mindestens 14 Ländern umgebracht. Die Dunkelziffer ist allerdings vielfach höher, weil die wenigsten Fälle vor Gericht verhandelt werden und durch die Angst und den Druck, welche die Familie auf Mädchen und Frauen ausüben, wagen sie sich nicht an die Öffentlichkeit. Auch wollen viele ihre Familie nicht verraten, geschweige denn schaden.

Der Mord wird damit gerechtfertigt, dass er die einzige Möglichkeit zur Ehre-Rettung der Familie oder zur Erhaltung der religiösen Gebote darstellt. Dadurch gewinnt der Ehrenmord gesellschaftliche Akzeptanz.



 
 
 

 

 
 
   
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